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News Förderung

Wärmepumpen-Bundesförderung Österreich 2027: Die Zahlen stehen noch nirgends. Bei uns schon.

Der Kesseltausch öffnet am 2. November 2026 wieder. Was es pro Wärmepumpe geben soll, was Tirol dazugibt und warum ab Jänner auch deine Netzgebühr anders berechnet wird. Die Fördersätze sind vorläufige Zahlen aus vertraulicher Quelle, nichts davon ist amtlich.

Zwei Mission-Solar-Monteure schließen eine LG-Wärmepumpen-Außeneinheit an einem Tiroler Einfamilienhaus an

Ab 2. November 2026 kannst du dich wieder für den Kesseltausch registrieren, nach unseren Informationen mit 5.000 Euro je Einfamilienhaus. Startdatum offiziell angekündigt am 11. Oktober 2026. Fördersatz vorläufig aus vertraulicher Quelle, nicht amtlich kundgemacht. Stand 12. Oktober 2026.

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Zuletzt aktualisiert am
  • Ankündigung der Bundesregierung vom 11. Oktober eingearbeitet: Der Kesseltausch startet am 2. November 2026, das Budget für 2027 steigt auf 500 Millionen Euro (179 Millionen Kesseltausch, 321 Millionen thermische Sanierung). Neu ist der Abschnitt zum 500-Millionen-Paket mit Fenster- und Fernwärmeförderung. Die Fördersätze pro Wärmepumpe sind weiterhin nicht amtlich.
  • Ablauf präzisiert: Die Registrierung geht der Umsetzung voraus. Dazu der Abschnitt „So sicherst du dir die Bundesförderung 2027" und die Klarstellung, dass die Tiroler Basisförderung auch bei Holzheizung und Wärmepumpen-Tausch gilt.
  • Erstveröffentlichung: Bundessätze 2027, Tiroler Förderungen, Netzentgelt-Umstellung.

Sobald die Richtlinie kundgemacht ist, prüfen wir jede Zahl gegen den amtlichen Text und ergänzen hier, was sich geändert hat.

Seit 11. Oktober ist offiziell: Der Kesseltausch öffnet am 2. November 2026 wieder. Wie viel es pro Wärmepumpe gibt, hat die Bundesregierung dabei nicht gesagt.

Die Fördersätze, die du gleich liest, stehen deshalb weiterhin nirgends öffentlich. Nicht auf sanierungsoffensive.gv.at, nicht auf umweltfoerderung.at, nicht bei den Vergleichsportalen.

Ehrlich dazu gehört: Die Richtlinie ist nicht kundgemacht. Verschiebt sich etwas, aktualisieren wir diesen Beitrag und schreiben dazu, was.

Dazu kommt eine zweite Änderung, die gerade untergeht: Ab 2027 wird umgestellt, wie du Netzgebühren zahlst. Das entscheidet mit darüber, ob deine Wärmepumpe günstig läuft oder unnötig teuer wird.

Die neue Bundesförderung: 5.000 Euro pro Wärmepumpe sollen es werden

Fix ist der Termin: Registrieren kannst du dich ab 2. November 2026. Noch nicht fix ist die Höhe.

Ändern soll sich nach unseren Informationen nur der Betrag. Förderfähige Altheizungen (Öl, Gas, Kohle, Strom-Direktheizung), technische Anforderungen und der Antragsweg über die Sanierungsoffensive und die KPC bleiben. Drei Sätze sollen gelten:

  • Einfamilienhaus: 5.000 Euro pauschal pro Wärmepumpe. Der Standardfall für die allermeisten Sanierungen.
  • Mehrfamilienhaus: 2.000 Euro je Wohneinheit. Bei acht Wohnungen sind das 16.000 Euro für die gemeinsame Anlage.
  • Anlagen über 50 kW: 100 Euro je Kilowatt Heizleistung. Bei 60 kW also 6.000 Euro. Relevant für größere Wohnanlagen und Gewerbe.

Das wäre weniger als davor: Die 2026er Runde lag bei bis zu 7.500 Euro. Wie die Förderlandschaft damals aussah, steht in unserem Überblick zur Wärmepumpen-Förderung und zum Kesseltausch.

Der Grund dürfte kein Sparkurs sein, sondern Verteilung: Der Kesseltausch-Topf liegt 2027 bei 179 Millionen Euro. Mit 5.000 statt 7.500 Euro pro Anlage reicht er für rund die Hälfte mehr Haushalte.

Sanierungsoffensive 2027: Was das 500-Millionen-Paket sonst fördert

Am 11. Oktober 2026 hat Bundeskanzler Christian Stocker das Förderpaket für Heizen und Sanieren vorgestellt, ausgearbeitet von Umweltminister Norbert Totschnig und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer. Für 2027 stehen 500 Millionen Euro bereit.

Der Kesseltausch-Topf bleibt bei 179 Millionen. Das Plus geht in die thermische Sanierung: 321 statt 181 Millionen. Die Sanierungsförderungen werden unter einem Dach gebündelt, die Einreichung soll einfacher werden.

MaßnahmeFörderung laut AnkündigungStart
Kesseltausch (Öl- und Gasheizung raus)Topf 179 Mio. Euro, Sätze noch nicht veröffentlicht2. November 2026
Fernwärme-Anschluss im Einfamilienhausbis 4.000 Euronoch nicht genannt
Neue Fensterbis 4.000 Euro, mit Außenbeschattung bis 5.000 Euro, höchstens 30 % der förderfähigen Kosten2027
Thermische Sanierung im mehrgeschossigen Wohnbaubis 100 Euro je m², dazu 150 Euro je m² begrünter Fläche4. Jänner 2027

Kesseltausch und Sanierung haben damit zwei getrennte Starttermine: Die Heizung kommt im November dran, Dämmung und Fenster im Jänner.

Gefördert werden Ein-, Zwei- und Reihenfamilienhäuser sowie Sanierungen durch gemeinnützige Bauvereinigungen. Einkommensgrenzen und Detailbedingungen stehen erst mit den Richtlinien fest.

Kesseltausch, Raus aus Öl und Gas, Sauber Heizen für Alle: welcher Name steht wofür?

Drei Namen kursieren für Dinge, die teils dasselbe und teils etwas anderes meinen. Kurz sortiert:

  • Raus aus Öl und Gas ist der Name, unter dem die meisten die Bundesförderung kennen. Umgangssprachlich für den geförderten Heizungstausch. Wer danach sucht, meint das Programm, das heute anders heißt.
  • Kesseltausch ist der offizielle Name bei der Abwicklungsstelle, getrennt nach Ein- und Zweifamilienhaus und mehrgeschossigem Wohnbau. Unter diesem Titel findest du das Programm auf umweltfoerderung.at und sanierungsoffensive.gv.at. Die 5.000 Euro würden diesen Topf betreffen.
  • Sauber Heizen für Alle ist ein eigenes Programm für Haushalte mit geringem Einkommen und übernimmt dort deutlich mehr als der Kesseltausch. Beide Wege schließen sich aus, das gehört vor dem Antrag geprüft.
  • KPC-Förderung meint keinen Topf, sondern die Stelle: Die Kommunalkredit Public Consulting wickelt die Bundesförderungen ab. Gemeint ist meist der Kesseltausch.

Antrag und Registrierung laufen in jedem Fall über die Sanierungsoffensive des Bundes. Wir übernehmen das für dich.

Förderung für die Wärmepumpe in Tirol: was heute schon dazukommt

Die Bundesförderung ist nur ein Teil. In Tirol laufen zwei Landestöpfe und ein Netzbetreiber-Bonus, alle aktuell offen. Für viele Kunden ist die Landesförderung inzwischen der größere Brocken.

TopfHöheWichtig dazu
Land Tirol, Basisförderung Wärmepumpenheizung25 % der förderfähigen Kosten, gedeckelt bei 21.300 Euro, also maximal 5.325 EuroEinkommensunabhängig bis 31.12.2027, für Luft-Wasser-Wärmepumpen unter 50 kW. Unabhängig davon, was vorher im Keller stand, auch bei Holzheizung oder alter Wärmepumpe
Land Tirol, Bonus klimafreundliches Heizsystembis 3.000 EuroEinmalig je Gebäude, nur beim Ersatz von Öl, Gas, Kohle oder Strom-Direktheizung. Holz und bestehende Wärmepumpen sind ausgenommen. Bei Wohnanlagen aliquotiert
TIWAG Wärmepumpenbonus1.000 Euro pauschalAktiver TIWAG-Stromvertrag nötig, Antrag bis 31.12.2026. Ab drei Wohneinheiten gestaffelt bis 3.000 Euro
Öko-Sanierungspauschale400 Euro pro Jahr über fünf JahreLäuft über die Steuererklärung, nicht über einen Förderantrag

Auch ohne Öl oder Gas im Keller gibt es Geld. Die Basisförderung des Landes fragt nicht, was vorher da war: Wer eine Holzheizung ersetzt oder eine in die Jahre gekommene Wärmepumpe tauscht, bekommt sie genauso. Nur der Bonus für klimafreundliche Heizsysteme bleibt dem Ausstieg aus Öl, Gas, Kohle und Strom-Direktheizung vorbehalten, und die Bundesförderung betrifft denselben Kreis. Unterm Strich heißt das für Holz und Wärmepumpen-Tausch: bis zu 5.325 Euro vom Land statt der vollen 14.325.

Wichtig, und auf vielen Anbieterseiten falsch: Die Basisförderung sind 25 Prozent der förderfähigen Kosten, nicht des Kaufpreises, gedeckelt bei 21.300 Euro. Wer mit 25 Prozent vom Kaufpreis rechnet, kommt auf Beträge, die es nicht gibt.

Anträge, Fristen und Nachweise übernimmt unser Förderservice.

Was am Ende übrig bleibt

Ein typisches Tiroler Einfamilienhaus, Ölkessel raus, Luft-Wasser-Wärmepumpe mit rund 10 kW rein, Kaufpreis 26.400 Euro brutto. So sähe die Rechnung aus, wenn die neue Bundesförderung wie beschrieben käme und die Tiroler Töpfe blieben, wie sie sind.

In der 2026er Runde waren es rund 16.825 Euro, also 2.500 mehr. Spürbar, ändert an der Grundrechnung aber wenig, weil der Löwenanteil in Tirol vom Land kommt.

Der TIWAG-Bonus ist bis 31.12.2026 befristet. Ob er 2027 weiterläuft, wissen wir nicht, und behaupten es deshalb auch nicht.

„Wer zum Start am 2. November registriert ist, hat die besseren Karten. 2026 waren die Bundesmittel schon im Juli weg.“
Mission Solar Förderservice, Innsbruck

Heizkosten im Vergleich: was Wärmepumpe, Gas, Öl und Pellets im Jahr kosten

Die Förderung senkt, was du einmal zahlst. Interessanter ist, was danach jedes Jahr vom Konto geht. Der Vergleich für ein Gebäude mit bisher 20.000 Kilowattstunden Gas oder 2.000 Litern Öl:

Jährliche Heizkosten nach Heizsystem

Zum Vergleichen seitlich wischen.

0 € 1.000 € 2.000 € 3.000 € 4.000 € 5.000 € 6.000 € 2.400 € 100 % Gas 2.780 € +16 % Öl 1.540 € −36 % Wärmepumpe Bestand (JAZ 3,5) 1.350 € −44 % Wärmepumpe Neubau (JAZ 4) 1.920 € −20 % Pellets 3.130 € +30 % Fernwärme 5.400 € +125 % Strom direkt
Richtwerte für ein Gebäude mit 20.000 kWh Gas oder 2.000 Liter Öl. JAZ ist die Jahresarbeitszahl: wie viel Wärme die Wärmepumpe aus einer Kilowattstunde Strom macht. Quellen: Wirkungsgrade, Nutzungsgrade und JAZ nach Recknagel/Sprenger/Albers, Taschenbuch für Heizung und Klimatechnik, 79. Auflage, Kapitel 2.9.5; Brennwerte ebendort Kapitel 2.8.2; Strom- und Gastarife E-Control; Ölpreise bmk.gv.at; Pelletspreis propellets.at. Eigene Darstellung nach einer Auswertung von Wärmepumpe Austria.

Die Wärmepumpe liegt im Bestand rund 36 Prozent unter Gas, im gedämmten Neubau 44. Der Unterschied ist die Jahresarbeitszahl: Je niedriger die Vorlauftemperatur, desto mehr Wärme holt die Anlage aus derselben Kilowattstunde Strom.

Dass Strom direkt, also der Nachtspeicherofen, am teuersten ist, spricht nicht gegen Strom als Energieträger. Es zeigt, wofür die Wärmepumpe da ist: Sie macht aus einer Kilowattstunde Strom drei bis vier Kilowattstunden Wärme, ein Heizstab eine.

Diese Werte beruhen auf den heutigen Tarifen. Genau die ändern sich 2027 auf der Stromseite.

Die zweite Änderung: Netzgebühren nach Lastspitze

Ab 1. Januar 2027 kommt zum Verbrauchspreis ein Leistungspreis: Er richtet sich nach deiner höchsten Viertelstundenleistung im Monat. Es zählt also nicht mehr nur, wie viel Strom du im Jahr ziehst, sondern wie viel auf einmal. Wenn Wärmepumpe, Wallbox und Backofen gleichzeitig anlaufen, steht das künftig auf der Rechnung.

Was in vielen Berichten untergeht: Die Umstellung passiert nicht auf einen Schlag. Der Leistungsanteil startet bei rund 30 Prozent und wächst über drei Jahre auf 50. Die Zahlen unten sind die Endstufe, 2027 fällt milder aus. Rechtsgrundlage ist das Elektrizitätswirtschaftsgesetz, die verbindlichen Beträge kommen mit der Tarifverordnung.

Warum Energiemanagement jetzt zum Thema wird

Der Rabatt funktioniert so: Du erlaubst dem Netzbetreiber, einen Teil deiner Leistung zu drosseln, nach aktuellem Stand zweimal täglich für bis zu vier Stunden. Dafür kostet dieser Anteil nur ein Viertel.

Interessant wird es zwischen 4 und 10 kW. Wer 6 kW steuerbar meldet, senkt den teuersten Teil der Netzrechnung deutlich, ohne dass jemand kalt duscht: Eine Wärmepumpe mit Puffer überbrückt vier Stunden ohne Komfortverlust.

Deshalb reden wir bei Wärmepumpen über das System, nicht nur über das Gerät. Ein Energiemanager entscheidet, wann die Wärmepumpe läuft, wann das Auto lädt und wann der Speicher einspringt, damit nie alles gleichzeitig zieht. Ohne ihn zahlst du ab 2027 für Gleichzeitigkeit, die dir nichts bringt.

Wie Netzkosten, Strompreis und Eigenverbrauch zusammenhängen, haben wir im großen Guide zum Strompreis in Österreich ausführlich aufgedröselt.

Förder- und Netzentgelt-Rechner

Trag deine Eckdaten ein. Für eine verbindliche Zahl brauchen wir dein Haus, deine Heizlast und deinen Netzbetreiber.

14.325 €

Bund 5.000 €, Land Tirol 8.325 €, TIWAG 1.000 €

Endpreis nach Förderung: rund 12.075 €

Netzgebühren: rund 152 € pro Jahr gespart durch 6 kW steuerbare Leistung.

Du kennst deine Werte noch nicht genau? Wir rechnen dir's konkret durch und erstellen dir ein kostenloses Angebot.
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Grobe Richtwerte, keine Förderzusage. Bundessätze vorläufig, Registrierung ab 2. November 2026. Der TIWAG-Bonus ist bis 31.12.2026 befristet. Mehrfamilienhaus: 2.000 Euro je Wohnung bis 50 kW, darüber 100 Euro je Kilowatt. Netzentgelte nach den illustrativen E-Control-Sätzen für die Endstufe, 2027 fällt der Betrag niedriger aus. Weitere Rechner in unserer Rechner-Übersicht.

Ölheizung oder Gasheizung tauschen: was das für deine Entscheidung heißt

Wenn du deine Ölheizung oder Gasheizung tauschen willst, kannst du dich ab 2. November 2026 wieder für den Kesseltausch registrieren. Rechne nach unseren Informationen mit 5.000 Euro vom Bund statt mit 7.500. In Tirol bleibt die Rechnung attraktiv, weil Land und TIWAG den größeren Anteil tragen.

Wichtig dabei: Die Registrierung muss vor der Umsetzung passieren, sie sichert dir dein Budget. Wer zuerst baut und danach zur Förderstelle geht, bekommt nichts. Und weil die Mittel nach dem Windhundprinzip vergeben werden (2026 waren sie im Juli weg), zählt jede Woche ab dem Start.

Und plan die Steuerung gleich mit: Eine Wärmepumpe ohne Energiemanagement kostet dich ab 2027 jedes Jahr Geld, das du nicht ausgeben müsstest. Was im Wärmepumpen-Paket enthalten ist, steht auf der Produktseite.

Häufige Fragen

Wie viel Förderung gibt es 2027 für eine Wärmepumpe?

5.000 Euro pauschal für ein Einfamilienhaus sollen es sein, 2.000 Euro je Wohnung im Mehrfamilienhaus, 100 Euro je Kilowatt über 50 kW. In Tirol kommen bis zu 8.325 Euro vom Land und 1.000 Euro von der TIWAG dazu, in Summe bis zu 14.325 Euro. Die Bundeszahlen sind vorläufig.

Ab wann kann ich mich für den Kesseltausch wieder registrieren?

Ab 2. November 2026. Das hat die Bundesregierung am 11. Oktober 2026 angekündigt, für den Kesseltausch stehen 179 Millionen Euro bereit. Die Fördersätze sind noch nicht amtlich veröffentlicht. Weil nach dem Windhundprinzip vergeben wird, lohnt es sich, die Registrierung zum Start vorzubereiten.

Warum ist die Bundesförderung niedriger als 2026?

Nicht gekürzt, anders verteilt: Das Gesamtbudget für 2027 wurde am 11. Oktober 2026 sogar auf 500 Millionen Euro aufgestockt, das Plus geht aber in die thermische Sanierung. Der Kesseltausch-Topf liegt bei 179 Millionen. Mit 5.000 statt 7.500 Euro reicht er für rund die Hälfte mehr Haushalte. 2026 waren die Mittel im Juli aufgebraucht.

Was fördert das 500-Millionen-Paket außer dem Kesseltausch?

Vor allem die thermische Sanierung mit 321 Millionen Euro, Start am 4. Jänner 2027. Neue Fenster werden mit bis zu 4.000 Euro gefördert, mit Außenbeschattung bis 5.000 Euro, höchstens 30 Prozent der förderfähigen Kosten. Der Fernwärme-Anschluss im Einfamilienhaus bringt bis zu 4.000 Euro, der mehrgeschossige Wohnbau bis zu 100 Euro je Quadratmeter.

Ich heize mit Holz oder habe schon eine Wärmepumpe. Gibt es trotzdem Förderung?

Ja, die Tiroler Basisförderung: 25 Prozent der förderfähigen Kosten, bis zu 5.325 Euro. Sie fragt nicht nach der bisherigen Heizung, auch nicht bei Stückholz, Pellets, Hackgut oder einer alten Wärmepumpe. Was wegfällt, sind der Bonus klimafreundliches Heizsystem und die Bundesförderung: Beide setzen den Ausstieg aus Öl, Gas, Kohle oder einer Strom-Direktheizung voraus.

Kann ich Bundes- und Landesförderung kombinieren?

Ja, Landesförderung und TIWAG-Bonus sind mit der Bundesförderung kombinierbar. Die Basisförderung rechnet aber mit 25 Prozent der förderfähigen Kosten, gedeckelt bei 21.300 Euro, nicht mit dem Kaufpreis. Macht maximal 5.325 Euro.

Was ändert sich 2027 bei den Netzgebühren?

Ab 1. Januar 2027 kommt ein Leistungspreis dazu, der sich nach der höchsten Viertelstundenleistung im Monat richtet. Er wächst über drei Jahre von rund 30 auf 50 Prozent Anteil. Für die Endstufe nennt die E-Control illustrativ 33,82 Euro je Kilowatt und Jahr bis 10 kW, darüber 67,64. Gleichzeitig sinkt der Netz-Arbeitspreis, also der Netzanteil je Kilowattstunde, nicht der Strompreis. Verbindlich wird es mit der Tarifverordnung.

Was bringt es, Leistung steuerbar zu melden?

Wer dem Netzbetreiber erlaubt, einen Teil der Leistung zu kappen, zahlt darauf nur ein Viertel des Leistungspreises. Bei 10 kW Lastspitze und 6 kW steuerbar sind das rund 152 Euro im Jahr. Gekappt wird höchstens zweimal täglich für vier Stunden, das überbrückt eine Wärmepumpe mit Puffer ohne Komfortverlust.

Heißt die Förderung noch „Raus aus Öl und Gas"?

Umgangssprachlich ja, offiziell nein. Bei der Abwicklungsstelle heißt das Programm Kesseltausch, getrennt nach Ein- und Zweifamilienhaus und mehrgeschossigem Wohnbau. Wer nach „Raus aus Öl und Gas" sucht, meint diesen Topf. Am Inhalt ändert der Name nichts: gefördert wird der Umstieg von fossil auf klimafreundlich.

Was ist „Sauber Heizen für Alle" und bekomme ich das zusätzlich?

Ein eigenes Bundesprogramm für Haushalte mit geringem Einkommen. Es übernimmt deutlich mehr als der normale Kesseltausch, ist aber keine Zusatzförderung: Du gehst entweder den einen oder den anderen Weg. Das hängt am Haushaltseinkommen, wir schauen es im Erstgespräch an.

Was ist die KPC-Förderung und wer wickelt den Antrag ab?

Die Kommunalkredit Public Consulting, kurz KPC, wickelt die Bundesförderungen für den Heizungstausch ab. Wer von der KPC-Förderung spricht, meint meist den Kesseltausch, keinen eigenen Topf. Registrierung und Antrag laufen über die Sanierungsoffensive, die Abwicklung übernehmen wir samt Fristen und Nachweisen.

Muss ich mich registrieren, bevor die Wärmepumpe eingebaut wird?

Ja. Beim Kesseltausch steht die Registrierung am Anfang, nicht am Ende: Sie sichert dein Budget, bevor der Topf leer ist. Wer zuerst einbauen lässt und sich danach um die Förderung kümmert, bekommt nichts. Bei der Registrierung wird auch das ausführende Unternehmen genannt, so war es 2026. Wenn du mit uns baust, reservierst du direkt bei uns und wir übernehmen die Registrierung.

Wann bekomme ich das Geld?

Nach der Inbetriebnahme. Dann reichen wir die Unterlagen ein und verfolgen den Antrag bis zur Auszahlung. Die Tiroler Landesförderung läuft parallel, dort hast du nach Rechnungslegung bis zu 18 Monate Zeit. Weil die Bundesmittel nach dem Windhundprinzip vergeben werden und 2026 im Juli erschöpft waren, zählt trotzdem ein früher Start.

In vier Schritten

So sicherst du dir die Kesseltausch-Förderung ab 2. November

Zuerst registrieren, dann bauen. Wer die Wärmepumpe einbauen lässt und sich erst danach um die Förderung kümmert, bekommt nichts. Die Registrierung geht der Umsetzung voraus, nicht umgekehrt.
Budget reservieren Die Registrierung bei der KPC öffnet am 2. November 2026 und sichert dir deinen Anteil am Fördertopf, bevor er leer ist. Sie passiert, bevor irgendetwas gebaut wird.
Umsetzungspartner angeben: uns Bei der Registrierung wird das ausführende Unternehmen genannt, so war es auch 2026. Wenn du mit uns baust, kannst du direkt bei uns reservieren und wir übernehmen die Registrierung.
Umsetzen Planung, Montage und Inbetriebnahme. Erst jetzt wird gebaut.
Abrechnen Nach der Inbetriebnahme reichen wir die Unterlagen ein und verfolgen den Antrag bis zur Auszahlung. Tiroler Landesförderung und Netzbetreiber-Bonus laufen parallel mit.
Der Topf öffnet am 2. November. Reservier dir jetzt deinen Platz Wir übernehmen die Registrierung für dich, sobald sie startet.
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Startdatum laut Bundesregierung vom 11.10.2026. Fördersätze und Richtlinie sind noch nicht veröffentlicht. Die Reihenfolge „erst registrieren, dann umsetzen" gilt beim Kesseltausch seit Jahren.

Und wann beginnst du?

Wir rechnen dein Haus durch, kümmern uns um die Anträge und sagen dir, wann der beste Zeitpunkt ist.

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Michaela vom Mission Solar Förderservice
Über die Autorin
Michaela, Förderservice
Michaela betreut bei Mission Solar in Innsbruck die Förderabwicklung: Sie prüft, welche Bundes-, Landes- und Netzbetreiber-Töpfe in Frage kommen, stellt die Anträge und hält die Fristen nach. Förderwerte in unseren Beiträgen gehen vor der Veröffentlichung über ihren Tisch.
Förderservice bei Mission Solar Innsbruck, Tirol Profil im Team
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Quellen und Stand

Stand der Recherche: 12. Oktober 2026. Startdatum und Budget nach der Ankündigung der Bundesregierung vom 11. Oktober 2026. Die Bundessätze pro Wärmepumpe beruhen auf einer vertraulichen Auskunft aus der Branche und sind bis zur Kundmachung nicht fixiert. Alle Beträge sind Richtwerte, keine Förderzusage.

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