Lohnt sich Photovoltaik noch, wenn die Strompreise sinken?

Ja, nur langsamer. In unserem Tiroler Rechenbeispiel mit 10 kWp amortisiert sich die Anlage bei stabilen Preisen nach rund 8,4 Jahren. Sinkt der Strompreis jedes Jahr um 3 Prozent, werden daraus rund 9,7 Jahre.

Das ist die kurze Antwort. Warum der Abstand so klein bleibt, hat einen einfachen Grund, den ich dir gleich vorrechne.

Wir bei Mission Solar planen und installieren ausschließlich in Tirol. Alle Preise in diesem Artikel stammen aus unseren eigenen Angeboten, die Förderwerte aus dem aktuellen Stand unserer Förderabwicklung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Dein eigener Strom kostet rund 6 bis 8 Cent pro Kilowattstunde über die Lebensdauer. Netzstrom kostet in unserem Beispiel 29 Cent brutto.
  • Der Eigenverbrauch entscheidet, nicht die Einspeisung. Selbst genutzt sind 26 Cent wert, eingespeist rund 6 Cent.
  • Rund 8,4 Jahre Amortisation bei 10 kWp und 10.450 Euro Investition nach Bundes- und Landesförderung.
  • Selbst bei 3 Prozent Preisrückgang pro Jahr bleibt es bei rund 9,7 Jahren. Ein fallender Strompreis verschiebt die Rechnung, er dreht sie nicht um.
  • Ein Speicher ist kein Renditeobjekt. Rund 13 bis 18 Jahre Amortisation. Er zahlt sich über Unabhängigkeit und Ersatzstrom.

Warum die Frage nach dem Strompreis die falsche ist

Weil sie den falschen Wert vergleicht. Wer auf sinkende Preise wartet, vergleicht den heutigen Tarif mit dem Kaufpreis einer Anlage, die zwanzig Jahre und länger läuft. Der richtige Vergleichswert sind die Stromgestehungskosten.

Wie sich dein Tarif überhaupt zusammensetzt und welche Posten sich bewegen lassen, haben wir im Überblick zum Strompreis in Österreich aufgeschlüsselt. Kurz gesagt: Nur ein Teil deiner Rechnung folgt dem Börsenpreis, der Rest hängt an Netz, Steuern und Abgaben.

Genau das ist der Punkt. Selbst wenn der Energiepreis fällt, steigen die Netzentgelte wegen des Netzausbaus tendenziell weiter. Bei deinem Gesamtpreis heben sich beide Bewegungen oft auf. Wie groß dieser Netzblock ist, zeigt die Strompreis-Zusammensetzung.

Was kostet dein eigener Strom über die Lebensdauer?

Die Stromgestehungskosten verteilen alle Ausgaben deiner Anlage auf die gesamte Strommenge, die sie in ihrem Leben produziert. Nicht nur den Kaufpreis, sondern auch Montage, Finanzierung, Wartung und den Wechselrichtertausch.

Die Rechnung dahinter ist simpel: Gesamtkosten über die Lebensdauer geteilt durch die gesamte Stromproduktion. Bei einer gut geplanten Dachanlage in Tirol landen wir damit bei rund 6 bis 8 Cent je Kilowattstunde.

Damit das nachvollziehbar bleibt, hier die Richtwerte, mit denen wir arbeiten.

Position Unsere Richtwerte
PV-Anlage ohne Speicher rund 1.040 bis 1.130 Euro je kWp netto, größere Anlagen sind je kWp günstiger
Batteriespeicher rund 6.700 Euro netto für 10,6 kWh, also etwa 760 Euro brutto je kWh
Jahresertrag in Tirol rund 1.000 kWh je kWp, standortabhängig etwas darüber oder darunter
Rücklage für Wartung unsere konservative Annahme: rund 150 Euro pro Jahr bei 10 kWp
Nutzungsdauer 25 bis 30 Jahre, mit einem Wechselrichtertausch in dieser Zeit

Das sind Richtwerte, keine Garantie. Ein alter Zählerschrank, lange Leitungswege oder ein Gerüst am Steilhang verschieben den Preis nach oben. Deshalb bekommst du bei uns eine standortspezifische Kalkulation und keine Quadratmeter-Pauschale.

Warum der Eigenverbrauch mehr zählt als die Einspeisung

Weil selbst genutzter Strom das Vierfache wert ist. Eine Kilowattstunde, die du im Haus verbrauchst, ersetzt Netzstrom im Wert von rund 26 Cent. Die restlichen 3 der 29 Cent sind fixe Grundgebühren, die weiterlaufen. Eine eingespeiste Kilowattstunde bringt nach unserem Kalkulationsstand rund 6 Cent.

Der Zusatzwert jeder verschobenen Kilowattstunde liegt damit bei rund 20 Cent. Genau deshalb rechnet sich eine Anlage über den Eigenverbrauch und nicht über den Einspeisetarif.

Wichtig ist dabei, Eigenverbrauchsquote und Autarkiegrad nicht zu verwechseln. Die Quote sagt, welchen Anteil deiner Erzeugung du selbst nutzt, der Autarkiegrad, welchen Anteil deines Verbrauchs du selbst deckst. Den Unterschied und die realistischen Werte haben wir im Leitfaden zur Unabhängigkeit von schwankenden Strompreisen aufgeschlüsselt.

Wie hebst du deinen Eigenverbrauch konkret?

  • Verbrauch messen: Aktiviere die Viertelstundenwerte deines Smart Meters und schau, wann du wirklich Strom brauchst.
  • Haushaltsgeräte verschieben: Waschmaschine und Geschirrspüler per Startzeitvorwahl in die Mittagsstunden. Kostet nichts.
  • Warmwasser als Wärmespeicher nutzen: Boiler oder Heizstab laufen lassen, wenn Überschuss anliegt. Von April bis September deckt das oft das ganze Warmwasser.
  • Wärmepumpe vorheizen: Tagsüber leicht überheizen, das Gebäude hält die Wärme bis in die Nacht.
  • E-Auto überschussgesteuert laden: Eine smarte Wallbox lädt nur mit dem Strom, der sonst für 6 Cent ins Netz ginge.
  • Erst dann über einen Speicher nachdenken: Wenn du vorher optimierst, weißt du überhaupt erst, wie groß er sein muss.

Was kostet eine 10-kWp-Anlage und was bringt sie?

Rechnen wir ein Tiroler Einfamilienhaus komplett durch, inklusive Förderungen. Genau die werden in Beispielrechnungen im Netz meistens vergessen, und dann sieht jede Anlage schlechter aus als sie ist.

Anlage 10 kWp, netto rund 11.000 Euro
Brutto mit 20 Prozent Umsatzsteuer 13.200 Euro
Bundesförderung, 150 Euro je kWp minus 1.500 Euro
Landesförderung Tirol, 125 Euro je kWp minus 1.250 Euro
Investition nach Förderung 10.450 Euro
Nutzen im ersten Jahr 1.040 Euro ersparter Bezug plus 360 Euro Einspeisung minus 150 Euro Rücklage

Eine mögliche Gemeindeförderung ist hier noch nicht eingerechnet. Die gibt es nicht überall, wo es sie gibt, sind bis zu 3.300 Euro möglich und die Amortisation verkürzt sich entsprechend.

Was passiert, wenn die Strompreise wirklich sinken?

Dann dauert es länger, aber nicht dramatisch länger. Der Grund ist der große Abstand zwischen 7 und 29 Cent: Ein Preisrückgang frisst nur einen kleinen Teil dieser Lücke auf. Wie der Börsenpreis überhaupt entsteht, erklärt der Beitrag zum Strompreis am Spotmarkt.

Strompreisentwicklung pro Jahr Amortisation
3 Prozent Rückgang rund 9,7 Jahre
1 Prozent Rückgang rund 8,7 Jahre
stabil rund 8,4 Jahre
3 Prozent Anstieg rund 7,5 Jahre

Zwischen dem pessimistischen und dem optimistischen Szenario liegen gut zwei Jahre. Bei einer Anlage, die 25 Jahre und länger läuft, ist das kein Grund zu warten. Deutlich stärker wirkt der Unterschied auf den Gesamtertrag über die Laufzeit.

Setz unten deine eigenen Zahlen ein. Der Regler für die Strompreisentwicklung reicht bewusst von minus 3 bis plus 5 Prozent pro Jahr, damit du beide Richtungen durchspielen kannst.

Amortisationsrechner mit Strompreis-Szenario

Vorbelegt mit dem Rechenbeispiel aus diesem Artikel. Der Regler unten verändert Strompreis und Einspeisevergütung gemeinsam.

rund 8,4 Jahre

Im ersten Jahr bringt die Anlage rund 1.250 Euro: 1.040 Euro ersparter Netzbezug plus 360 Euro Einspeisung, minus 150 Euro Rücklage.

Nach 25 Jahren stehst du bei rund 20.800 Euro Plus.

Jetzt genau berechnen lassen

Grobe Richtwerte zur Orientierung, keine Angebotsgrundlage. Ohne Modulalterung, Finanzierungskosten und Wechselrichtertausch, diese sind pauschal über die Rücklage abgedeckt. Gemeindeförderungen sind nicht enthalten. Für belastbare Zahlen nutze unseren Amortisationsrechner oder eine Ertragssimulation mit PVGIS.

Was du an dem Regler gut siehst: Der Break-even wandert nur um ein bis zwei Jahre, der Gesamtertrag über 25 Jahre dagegen um mehr als zehntausend Euro. Die Preisentwicklung entscheidet also über die Höhe des Gewinns, nicht über das Ob.

Welche Förderungen gibt es und was gilt steuerlich?

Förderungen verkürzen die Amortisation deutlich, sollten aber nicht der einzige Grund für die Entscheidung sein. Budgets und Fristen ändern sich.

In Österreich sind Bund, Land Tirol und Gemeinde eigenständige Verfahren und addieren sich. Der Bund zahlt bis 10 kWp 150 Euro je kWp und von 10 bis 20 kWp 140 Euro je kWp, gedeckelt mit 30 Prozent der Investitionskosten. Das Land Tirol zahlt 125 Euro je kWp bis maximal 2.500 Euro. Gemeindeprogramme können bis zu 3.300 Euro dazulegen.

Für Speicher gibt es zusätzlich 150 Euro je Kilowattstunde vom Bund. Die Abwicklung dauert erfahrungsgemäß 6 bis 8 Wochen bis zur Bewilligung, deshalb übernehmen wir sie in unserem Förderservice gleich mit.

Ein Hinweis, der Geld wert ist: Bei den meisten Programmen muss der Antrag vor der Bestellung liegen. Ein zu früher Auftrag kann die komplette Förderung kosten.

Was gilt steuerlich für private Anlagen?

Der Gesetzgeber stellt Einkünfte aus der Einspeisung bis zu einer Grenze steuerfrei.

Steuerfrei sind Einkünfte natürlicher Personen aus der Einspeisung von bis zu 12.500 kWh elektrischer Energie aus Photovoltaikanlagen, sofern die Engpassleistung der Anlage 35 kWp und die Anschlussleistung 25 kWp nicht überschreitet.

Sinngemäß nach § 3 Abs. 1 Z 39 Einkommensteuergesetz, Stand Juli 2026

Für ein normales Einfamilienhaus mit 10 kWp liegst du damit klar im steuerfreien Bereich. Wird die Grenze von 12.500 Kilowattstunden überschritten, gilt sie als Freibetrag, es wird also nur der übersteigende Teil erfasst. Bei größeren oder betrieblichen Anlagen gehört das mit der Steuerberatung geklärt. Ich bin kein Steuerberater, das hier ist keine Steuerberatung.

Lohnt sich ein Stromspeicher zusätzlich?

Rein finanziell ist ein Speicher der schwächste Teil der Rechnung, und das sage ich als jemand, der sie verkauft. Rechnen wir es offen durch.

Ein Speicher mit 10,6 Kilowattstunden kostet bei uns rund 6.700 Euro netto, also 8.020 Euro brutto. Nach der Bundesförderung von 150 Euro je Kilowattstunde bleiben rund 6.500 Euro.

Realistisch verschiebt er 1.800 bis 2.600 Kilowattstunden pro Jahr vom Netz in den Eigenverbrauch, weil er im Winter oft leer bleibt. Jede verschobene Kilowattstunde ist rund 20 Cent wert, also der Unterschied zwischen ersparten 26 und entgangenen 6 Cent. Das ergibt 360 bis 520 Euro pro Jahr und damit rund 13 bis 18 Jahre Amortisation.

Was ein Speicher bringt Was dagegen spricht
Deutlich höherer Autarkiegrad, abends kaum noch Netzbezug Hohe Zusatzinvestition mit langer Amortisation
Ersatzstrom bei Ausfall, mit passender Umschaltbox für das ganze Haus Lade- und Entladeverluste, im Winter oft ungenutzt
Voraussetzung, um einen dynamischen Stromtarif wirklich auszunutzen Zellen altern, Garantie liegt bei 10 Jahren und 10.000 Zyklen

Das ist die ehrliche Einordnung: Wer nur auf die Rendite schaut, baut zuerst das Dach voll und optimiert den Direktverbrauch. Wer Unabhängigkeit und Ersatzstrom will, nimmt den Speicher bewusst als das, was er ist.

Zwei Dinge verbessern die Rechnung übrigens deutlich: ein dynamischer Strombezug, der günstige Stunden einkauft, und ein Energiemanagement, das alle Geräte orchestriert. Wie ein Speicher im Tagesverlauf arbeitet, zeigen wir auf der Seite zum Batteriespeicher.

Wie kombinierst du Photovoltaik mit Wärmepumpe und E-Auto?

Das ist der Hebel, der den Eigenverbrauch am stärksten hebt, und er kostet keine zusätzliche Erzeugung.

Eine Wärmepumpe nimmt in Frühling und Herbst viel Überschuss auf, wenn sie tagsüber leicht vorheizt. Die Gebäudemasse hält die Wärme bis in die Nacht. Vermeide dabei ständiges Ein- und Ausschalten bei jeder Wolke, längere Laufzeiten sind besser für die Technik.

Ein E-Auto braucht bei 12.000 Kilometern im Jahr rund 2.400 Kilowattstunden. Mit einer überschussgesteuerten Wallbox lädt es fast gratis, wenn du gelegentlich im Homeoffice bist oder am Wochenende ansteckst.

In welcher Reihenfolge soll dein Überschuss fließen?

  • Grundlast im Haus: Kühlschrank, Router, Standby. Das läuft immer und wird zuerst gedeckt.
  • Flexible Haushaltsgeräte: Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler, wenn Überschuss anliegt.
  • Wärmepumpe und Warmwasser: Wärme ist der günstigste Speicher, den du hast.
  • E-Auto: Überschussgeladen, außer du brauchst es kurzfristig voll.
  • Batteriespeicher: Was dann noch übrig ist, wandert in die Batterie.
  • Netzeinspeisung: Der letzte Rest, und zwar bewusst als Letztes, weil er am wenigsten bringt.

Welche Risiken gibt es und wie schützt du dich?

Eine Anlage läuft 25 Jahre und länger. In dieser Zeit ändern sich Tarife, Förderungen und Technik mehrmals.

Risiko Gegenmaßnahme
Einspeisetarife fallen weiter Auf Eigenverbrauch statt Einspeisung setzen und konservativ rechnen. In unserem Beispiel machen die 360 Euro Einspeisung nur ein Viertel des Nutzens aus.
Förderbudget erschöpft Auf die schriftliche Förderzusage warten, erst dann bestellen.
Wechselrichter fällt aus Ab dem ersten Jahr eine Rücklage bilden. In unserem Beispiel sind das die 150 Euro pro Jahr.
Hagel, Sturm, Blitzschlag Anlage der Gebäudeversicherung melden und den Überspannungsschutz nicht wegsparen.
Netzbetreiber begrenzt die Einspeiseleistung Netzzugangsanfrage vor der Planung stellen, nicht danach.

Wie gehst du vor?

  • Verbrauch erheben: Letzte Jahresabrechnung plus die Viertelstundenwerte aus dem Portal deines Netzbetreibers.
  • Dach prüfen: Zustand, Statik, Ausrichtung, Verschattung. Ein Dach, das in fünf Jahren neu gedeckt wird, saniert man vorher.
  • Zukunft einplanen: Kommt eine Wärmepumpe, ein E-Auto oder eine Klimaanlage? Dann jetzt mit einrechnen.
  • Netzzugang klären: Frag beim Netzbetreiber, wie viel Einspeiseleistung dein Anschluss hergibt.
  • Angebote vergleichen: Mindestens zwei schriftliche Angebote, und dabei Garantien und Systemintegration vergleichen, nicht nur den Preis.
  • Förderung beantragen: Erst der Antrag, dann die Bestellung.
  • Betrieb überwachen: Im ersten Jahr monatlich in die App schauen und die Werte mit der Prognose vergleichen.

Ob und wann die Strompreise sinken, kann dir heute niemand seriös sagen. Was du rechnen kannst, ist der Abstand zwischen 7 und 29 Cent. Dieser Abstand ist die eigentliche Antwort auf die Frage in der Überschrift.

Häufige Fragen

Lohnt sich Photovoltaik, wenn die Strompreise sinken?

Ja, nur langsamer. In unserem Tiroler Rechenbeispiel mit 10 kWp und 10.450 Euro Investition nach Förderungen amortisiert sich die Anlage bei stabilen Preisen nach rund 8,4 Jahren. Sinkt der Strompreis jedes Jahr um 3 Prozent, werden daraus rund 9,7 Jahre. Der Grund: Dein eigener Strom kostet über die Lebensdauer etwa 6 bis 8 Cent pro Kilowattstunde, Netzstrom rund 29 Cent brutto. Dieser Abstand ist so groß, dass ein Preisrückgang die Rechnung verschiebt, aber nicht umdreht.

Wann sinkt der Strompreis in Österreich?

Einen Zeitpunkt kann seriös niemand nennen. Der Strompreis hängt gleichzeitig an Gaspreisen, am europäischen Markt, am Ausbau der Erneuerbaren und an politischen Entscheidungen zu Netzentgelten und Abgaben. Diese Bestandteile bewegen sich unabhängig voneinander: Netzentgelte steigen wegen des Netzausbaus tendenziell, während der reine Energiepreis fallen kann. Vergleiche deinen Tarif deshalb regelmäßig über den Tarifkalkulator der E-Control, statt auf einen Rückgang zu warten.

Was sind Stromgestehungskosten bei einer PV-Anlage?

Die Stromgestehungskosten sind alle Kosten der Anlage über ihre Lebensdauer, geteilt durch die gesamte Strommenge, die sie in dieser Zeit produziert. Enthalten sind Kaufpreis, Montage, Finanzierung, Wartung und ein Wechselrichtertausch. Bei einer gut geplanten Dachanlage in Österreich liegen sie bei rund 6 bis 8 Cent pro Kilowattstunde. Das ist der einzige Wert, mit dem sich der Netzstrompreis fair vergleichen lässt, weil er über die gleiche Zeitspanne rechnet.

Lohnt sich ein Stromspeicher rein finanziell?

Als reine Renditerechnung ist ein Speicher schwach. Ein Speicher mit 10,6 Kilowattstunden kostet rund 8.020 Euro brutto, nach Bundesförderung bleiben rund 6.500 Euro. Er verschiebt realistisch 1.800 bis 2.600 Kilowattstunden pro Jahr in den Eigenverbrauch, jede davon rund 20 Cent wert. Das sind 360 bis 520 Euro pro Jahr und damit etwa 13 bis 18 Jahre Amortisation. Für Unabhängigkeit, Ersatzstrom und die Kombination mit einem dynamischen Tarif kann er sich trotzdem lohnen, als Renditeobjekt nicht.

Muss ich die PV-Förderung vor dem Kauf beantragen?

Bei den meisten österreichischen Förderprogrammen muss der Antrag vor der Bestellung oder vor Beginn der Arbeiten vorliegen, sonst verfällt der Anspruch. Bund, Land Tirol und Gemeinde sind dabei getrennte Verfahren mit eigenen Fristen und Budgets, die sich addieren. Wir übernehmen diese Abwicklung im Förderservice mit, weil die Bewilligung erfahrungsgemäß rund 6 bis 8 Wochen dauert und ein zu früher Auftrag die Förderung kosten kann.


Quellen